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Abenteuer-Campervan
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3️⃣Jahre Abenteuer-Campervan🧭🌎🥳
Jetzt sind wir schon 3 Jahre unterwegs🤩
Das sind 1.095 Tage, das ist in etwa so lange, wie der gesetzliche Urlaubsanspruch eines Arbeitnehmers in 45 Arbeitsjahren🫣
Insgesamt sind wir dabei rund 104.000km durch 52 Länder auf 3 Kontinenten gefahren. 🌍
Grob gesagt, von Gibraltar übers Nordkap nach Kleinasien, zum Mittelpunkt Europas und entlang der Westroute durch Afrika bis zum Kap der guten Hoffnung, dem südwestlichsten Punkt Afrikas und weiter zum Kap Agulhas, dem südlichsten Punkt Afrikas. (Südafrika). 💛
Unsere Reise ist für uns längst zum „Lebensstil“ geworden.💕 Immer wieder werden wir von Einheimischen und Urlaubern gefragt, wann es wieder zurück in die Heimat geht und dann sagen wir, unsere Heimat ist dort, wo wir gerade sind. 😊 Schon öfters haben wir festgestellt, dass es wirklich tolle Orte auf der Welt gibt, mit einem enorm hohen Freizeitwert, 🪂⛵️🦋🤿einem immer warmen Klima, fantastischer Natur und freundlichen Menschen. Hier ein Haus bauen und das Leben genießen? ☀️🏖🍀 Lange hielten diese Gedanken jedoch nicht stand. Zu schnell würde auch der schönste Ort zur Gewohnheit und die Lust, etwas Neues zu entdecken zu groß und so lassen wir die „Immobilienangebote“ hinter uns und sind uns einig, dass wir weiterhin „mobil“ bleiben und weiter die Welt entdecken möchten.⛪️🛖🕌⛩️
Aber ist so ein kleiner Van, in welchem man nicht mal aufrecht stehen kann, ohne Heizung, ohne Klima und ohne Allrad, überhaupt geeignet, um damit die Welt zu entdecken?
Für die meisten anscheinend nicht. Denn wir sind in vielen Regionen inzwischen eine absolute „Rarität“ mit unserem einfachen, kleinen 2WD Camper und trotzdem sind wir damit, allein auf dieser Reise, jetzt schon weiter gereist, als so mancher wildgeschmückte Offroader. Klar, die letzten fünfzig Meter auf den Strand, oder den einen von über hundert Nationalparks, können wir ohne Allrad halt nicht fahren. Auf der anderen Seite, passieren wir teils mehrmals täglich Schilder mit Höhen- und Gewichtsbegrenzungen und haben längst festgestellt, dass uns dies wesentlich mehr einschränken würde, als der fehlende Allradantrieb oder die nicht vorhandene Stehhöhe im Auto. Weniger ist manchmal eben mehr. Mehr Freiheit, mehr Flexibilität, mehr Abenteuer.🤠
Unser „Kübler“ soll uns noch lange begleiten und derzeit besteht kein Grund daran etwas zu ändern. Alles funktioniert exakt so, wie wir es selbst geplant, entworfen und gebaut haben. Dank den kompakten Abmaßen, dem geringen Gewicht und dem ausgewogenen Schwerpunkt, kommen wir trotz Serienfahrwerk und Serienbereifung relativ weit. Zumindest weiter, als so mancher glaubt. Immer wieder ernten wir erstaunte Blicke und bekommen einen Daumen👍 nach oben und dadurch auch oft ins Gespräch mit den Einheimischen.
Aktuell warten wir immer noch auf unsere Visaverlängerung, 📅inzwischen seit 8 Wochen! Wir dürfen aber, solange der Antrag läuft, im Land bleiben, auch wenn die 90 Tage abgelaufen sind. Sobald die Regenzeit🌧☔️⛈️ im Osten vorbei ist, werden wir uns langsam auf den Weg nach Mosambik begeben und von dort aus die Ostküste unter die Räder nehmen. Südafrika kann man übrigens ganzjährig bereisen und somit ist das Land ein optimaler Ort, um die Regenzeit auszusitzen, ohne dass es einem langweilig wird. Außerdem gibt es hier alles, was man so zum Leben braucht. Die Infrastruktur ist durchaus mit der zu Hause vergleichbar und so ist es wenig verwunderlich, dass es hier jede Menge Auswanderer aus Deutschland herzieht. Und so genießen wir hier all die Annehmlichkeiten, die das Land zu bieten hat und freuen uns auf weitere Abenteuer, die mit Sicherheit nicht lange auf sich warten lassen…🦒🐘🐾🐊🐆
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2. Feb. 2026, 06:00 Uhr
Abenteuer-Campervan fühlt sich fantastisch.
🇿🇦 Südafrika: Der Harold Porter 🌱🪻Botanical Garden🌾🪷 in Betty's Bay ist ein kleines aber feines Paradies. Hier, in der Cape-Fynbos-Region gibt es u.a. den endemischen Goldbrust-Nektarvogel.🐦 Also sind wir die Tage extra nochmal ganz früh morgens in den Park und haben ihn tatsächlich vor die Linse bekommen.😍 Doch dann übernahmen plötzlich die Baboons (Paviane) den Park. Die "Eco Ranger" versuchten mit Hilfe von "Vuvuzelas" 📣(kennen einige vielleicht noch von der WM in Südafrika 2010) die Horde zu vertreiben, jedoch vergeblich. Die Chacma-Baboons streifen durch den Garten und suchen aktiv nach Nahrung. Scheu vor dem Menschen haben die recht stattlichen "Bärenpaviane" keine. Die Männchen werden bis zu 1,2m groß und können bis zu 44Kg auf die Waage bringen. Einer läuft direkt neben uns vorbei, keine 2m Abstand. Zwei kleinere springen immer wieder von einem Baum in den Tümpel und scheinen richtig Spaß dabei zu haben. An der Straße und auf dem Parkplatz stehen inzwischen mehrere "Eco-Ranger" und warnen die Autofahrer und Anwohner vor den Tieren, während diese auf ihrem Raubzug nach offenen Fenstern und Türen suchen, um an Nahrung zu gelangen. Beinah wäre ein großer männlicher Bärenpavian in unser Auto gesprungen 😱 Das konnten wir aber gerade noch in letzter Sekunde verhindern.
Von unserem Camp aus, sind es nur wenige Meter bis zum Strand 🏝und einem natürlichen Gezeitenpool. Aufgrund der Haie🦈🦈, sollte man hier besser nicht einfach so ins Wasser gehen. Schließlich sind wir hier exakt zwischen den beiden Buchten mit der größten Population des Großen Weißen Hai, aber auch Bronze- Mako- und Kuhhaie sind hier vertreten. Dann sehen wir draußen, vor der Bucht Wale vorbeiziehen 🐳🐋Bryde Wale, die hier eher zu den seltenen Gästen gehören. Auf den Felsen tummeln sich die Kap-Pelzrobben 🦭🦭und die Lufthoheit gehört den Eilseeschwalben, sie gehören zu den größten ihrer Art. Hier ist es so schön, dass wir inzwischen seit einer Woche in Kleinmond stehen.🏕
Wir wünschen euch ein schönes Wochenende 💛
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30. Jan. 2026, 06:00 Uhr
Abenteuer-Campervan fühlt sich entspannt.
🇿🇦 Südafrika: Auf den Schock 🐆 brauchen wir erstmal etwas Erholung. Unsere Route entlang der Küste führt uns immer wieder an einsame, weiße Sandstrände und traumhaften Lagunen. Völlig unerwartet finden wir hier ruhige Wildcampspots und spannen erstmal ein paar Tage aus. Pearly Beach, Gansbaai, Hermanus und Betty's Bay liegen vor uns entlang der R43. In Hermanus verabreden wir uns noch ganz spontan mit Iris aus Zermatt, die ebenfalls gerade hier ist. Genießen die Aussicht über die Bucht und gehen noch zusammen einen Kaffee trinken ☕️🙂 Hermanus ist quasi das Epizentrum des "whale watchings". Von Juni bis November dreht sich hier alles um Wale🐋🐋 wenn die Südlichen Glattwale und Buckelwale hier in der Walker Bay ihre Jungen zur Welt bringen. Momentan ist hier nicht viel los und so fahren wir weiter nach Betty's Bay in den Botanical Garden. Hier kann man u.a. den Goldbrust-Nektarvogel (endemisch) beobachten und in die "Leopard's Kloof" zum Wasserfall wandern. Der Name kommt nicht von ungefähr und trotz des einschneidenden Erlebnisses 🐆 wandern wir rund 1,5h durch die Schlucht und werden am Ende mit einem schönen Wasserfall belohnt.
Anschließend gehen wir mal wieder auf ein Camp und trauen unseren Ohren nicht. 🙉 Seit wir durch Afrika fahren, haben wir uns ja daran gewöhnt, dass wir als Ausländer oft mehr bezahlen müssen. In Nationalparks, Maut- und Brückengebühren oder auch auf Campingplätzen. Und so kommt auch diesmal die Frage, ob wir Südafrikaner oder Ausländer sind? Wir sagen "non Resident", also keine Südafrikaner. Und bekommen die völlig überraschende Antwort: "OK, dann bezahlt ihr WENIGER". 💪Das hat Seltensheitwert in Afrika und so bedanken wir uns und bleiben direkt etwas länger als geplant, denn der Platz ist top gepflegt und hat einen Blick aufs Meer 🤩
Habt einen schönen Sonntag!👋
#campervan #Abenteuer #africa #Südafrika #southafrica #Reisen #weltreise #overlanding #wildlife #wildlifephotography
25. Jan. 2026, 06:30 Uhr
🇿🇦>>Abenteuer Südafrika<<🇿🇦
Die Tage machten wir unserem Namen mal wieder alle Ehre. Diesmal war es aber definitiv etwas zu viel Abenteuer für unseren Geschmack! 😱
Was ist passiert..? Der Tag verlief zunächst wie jeder andere Tag. Wir verließen das Kap Agulhas in nordwestl. Richtung, ringsherum dichte Rauchschwaden aufgrund der Waldbrände 🔥hier in der Overberg-Region. Schnell wird klar, die Suche nach einem geeigneten Wildcampspot wird heute nicht einfach. Zäune, Naturschutzgebiete und Waldbrände, also nahezu unmöglich hier etwas zu finden. Trotzdem haben wir Glück und im zweiten Anlauf finden wir entlang einer Nebenroute eine Möglichkeit uns zu verstecken, außerhalb des Naturschutzgebietes, ohne Zaun und mit nur leichten Brandspuren. Internet haben wir, wie fast immer, auch keines hier draußen. Beim Erkunden der näheren Umgebung bekommen wir dann doch an einer Stelle ein schwaches Signal. Kurz nach Sonnenuntergang🌅 gehe ich (Micha) nochmal die etwa 50m vor, um meine Mails zu checken. Das Netz ist lahm und immer wieder reißt die Verbindung ab und so halte ich das Handy mit ausgestreckter Hand nach oben, um ein Signal zu bekommen. Dann knackt es vor mir im dichten Bewuchs🌴🌳🌾Es knackt immer irgendwo im Wald aber diesmal war es anders…
Ein weiteres Knacken und dann sehe ich erst zwei, dann vier Beine und freue mich trotz enormer Anspannung auf das, was da wohl gleich aus dem Busch kommt, hatten wir ja nun schon öfters irgendwelche Wildlife-Begegnungen an unseren versteckten Wildcampspots. Die Freude verwandelte sich allerdings im Bruchteil einer Sekunde in einen regelrechten „Schockzustand“😱 OK, das war's, so mein erster Gedanke! Mir läuft es eiskalt den Rücken herunter, ich stehe immer noch mit der Hand und dem Handy in den Himmel gestreckt da, während schräg gegenüber ein „Leopard“🐆 aus dem Unterholz kommt. Exakt 14 Schritte entfernt, also etwa 11m (haben wir am nächsten Tag anhand der Spuren nachgemessen). Ein Leopard legt diese Distanz schneller zurück, als die durchschnittliche Reaktionszeit eines Menschen beträgt. Ich stehe da wie gelähmt, wir haben diese Situation x-Mal gedanklich durchgespielt und überlegt, was wir wohl machen, wenn wir einem Raubtier begegnen. Neben „nicht weglaufen, kein direkter Blickkontakt und langsam rückwärts weggehen“, waren wir uns einig, so sehr wir Wildlife lieben, DAS möchten wir bitte nicht erleben, niemals!
Jetzt ist es passiert, langsam nehme ich meine Hand runter während ich von einem Angriff ausgehe und dann hat er mich auch schon entdeckt, bleibt kurz stehen und verschwindet mit einem Satz wieder im Unterholz. Ich gehe langsam rückwärts in Richtung Campervan, die letzten Meter nehme ich allerdings die Beine in die Hand, springe mit einem Satz in die offene Schiebetür, rufe „Leopard“ während ich die Tür mit einem Ruck schließe und mich Barbara mit noch größeren Augen 👀 anschaut, als ich eben den Leoparden. Später meinte sie nur, dass meine Gesichtsfarbe nicht mehr vorhanden war.😵💫 Wir haben unseren Campervan erst am nächsten Morgen wieder verlassen.
Nach ausgiebiger Recherche 🔍 am nächsten Tag, haben wir herausgefunden, dass es sich um den extrem seltenen Kap- oder auch Berg-Leoparden handelt. Das letzte große Raubtier und letzte Mitglied der „Big Five“, welches am Westkap in Südafrika noch frei umherstreift. Der Leopard ist die fünftgrößte Raubkatze, gehört zu den Spitzenprädatoren und ist auf der roten Liste der gefährdeten Arten. Leoparden sind Lauer- und Überraschungsjäger, bis zu 60km/h schnell und können dem Menschen definitiv gefährlich werden. Und so kann man hier von unglaublichem Glück sprechen, dass der Leopard sich für einen Rückzug statt Angriff entschieden hat.🍀
Bei unserer Recherche stießen wir schnell auf die Organisation „The Cape Leopard Trust“ die sich für den Schutz der Tiere hier am Kap einsetzt. Bei ihren Untersuchungen in der Overberg-Region (3.500km²) konnten mittels 221 unabhängigen Bildern aus 50 Kamerafallstationen (86 Kameras) 25 Leoparden in nicht geschütztem Gebiet nachgewiesen werden. Das entspricht einer Dichte von ca. 0,64 Leoparden pro 100km², was extrem wenig ist.
Wir haben uns direkt mit der Organisation in Verbindung gesetzt und die Sichtung gemeldet. Dies ist für die Organisation enorm wichtig, da unweit eine Kamerafalle existiert, die bisher aber noch keinen Leoparden aufgenommen hat. Es gibt etwas weiter nördlich und nordwestlich Aufnahmen durch Kamerafallen, aber an unserer Position bisher noch keine. Zudem haben wir einiges an Informations- und Kartenmaterial erhalten und können dadurch unser „Tierisches Fachwissen“ weiter ausbauen.🤓
Foto-Collage
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oben links:
Übersichtskarte der Fotofallen in der Kapregion
Oben Mitte: Bild eines Kap-Leoparden
Oben rechts: Weg Richtung der Sichtungsstelle
Mitte links: Pfotenabdruck an der Stelle der Sichtung
Mitte rechts: das Kreuz markiert die Sichtungsstelle, das Bild wurde unmittelbar vor der Sichtung aufgenommen
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21. Jan. 2026, 06:00 Uhr
