
»Reisewarnung für DKB- und Hanseaticbankkunden!!«
>>Ein Urwald, ein legendäres Veilchen und eine Überraschung<< Von der heißen Küste geht es direkt in den kühlen Urwald der Usambara-Berge. Der Regenwald ist hier teilweise mehr als 30 Mio. Jahre alt und beherbergt viele endemische Planzen, wie z.B. das Usambaraveilchen, das es immerhin bis in unsere Wohnzimmer schaffte. Unser Camp auf 1.500m Höhe ist auf den ersten Blick etwas rudimentär und für uns nur querfeldein zu erreichen, da die Piste zu ausgewaschen ist. Im Grunde ist es ein Farmhaus und die Besitzerin fragt uns bei unserer Ankunft, ob wir zum Abendessen kommen? Spontan sagen wir ja, obwohl wir die letzten Wochen fast jeden Tag essen waren und wir eigentlich mal wieder selber kochen wollten, egal. Als wir die Gaststube, mit herrlicher Aussicht auf die umliegenden Berge, betreten, ist der Tisch bereits gedekt. Und er ist reichlich gedekt und alles ist super lecker. Inklusive einer großen Karaffe Wasser bezahlen wir gerademal €5,-/Person
Hausmannskost auf hohem Niveau und das zu Preisen die wir in Tansania so nicht erwartet hätten. Am Morgen klettern Diademmeerkatzen (Blue Monkey) durch das Blätterdach und bei einem Spaziergang durch den Nebelwald gibt es noch eine ganz besondere Überraschung für Barbara. Endlich bekommt sie ihr Chamäleon zu sehen und zwar das stark gefährdete (endemische) West-Usambara-Zweihornchamäleon
Somit hat sich die über einstündige und nicht ganz unbeschwerliche Fahrt in die Berge definitiv gelohnt. 👍
und wieder geht für uns eine ereignisreiche Woche zu Ende. Wir wissen gar nicht, womit wir anfangen sollen...? Vielleicht damit, dass Nationalparks in Tansania relativ teuer sind und… Oder eher damit, dass man uns schon wieder geblitzdingst hat..? Oder erstmal damit, dass sich nun schon mehrfach das halbe Dorf samt Ortsvorsteher und Polizeichef morgens, als uns dann doch ein Ziegenhirte an unserem Wildcamspot entdeckt hat, vor unserem Campervan versammelt hatten und uns erklärt haben, dass wir uns erst im Dorf hätten registrieren müssen. Ok, in welchem Dorf und wo genau..? 🤷 Das leuchtet dann doch schneller ein als gedacht und am Ende wollen Sie ein Selfie mit uns haben und wissen, ob wir auf FB oder Insta sind? Ok, damit können wir leben und trotzdem versuchen wir uns seitdem noch etwas besser zu verstecken, denn nun wissen wir, dass in Tansania Wildcamping eigentlich nicht erlaubt ist. Da wir aber die typischen Touri- und Stellplatz-App-Routen meiden und letzteres auch kategorisch ablehnen, bleiben uns nur unsere selbstgesuchten „Wildcampspots“. Weiter geht die Fahrtund wieder werden wir rausgewunken, obwohl wir inzwischen sehr exakt vorhersagen können, wann kontrolliert wird. Immer wenn LKW`s oder Sammeltaxis urplötzlich mit weniger als 30km/h auf einer Landstraße fahren, dann ist Vorsicht geboten. Die bisherige Trefferquote liegt hier bei 100%. Und trotzdem erwischt es uns wieder. 74km/h bei erlaubten 50, so der Vorwurf. Das auf dem Schild 80km/h steht, beeindruckt den Officerwenig. Dass wir mit gleich zwei GPS-Systemen unsere Route aufzeichnen und jeden Meter inkl. der gefahrenen Geschwindigkeit jederzeit abrufen können, verunsichert den Officer dann doch etwas und er lässt uns direkt weiterfahren.
Dann erreichen wir den Mikumi-NP, teuer aber tierreich soll er sein, so verspricht es unser Reiseführer. Als Nicht-Afrikaner dürfen wir ausschließlich in US$ bezahlen und das auch nicht zu knapp! Wir fragen den Ranger, ob und wo wir uns mit unserem Fahrzeug im Park bewegen können und bekommen die Routen auf der Karte am Parkeingang gezeigt. So weit die Theorie, in der Praxis dauert es allerdings nicht lange und wir irren durch eine Großbaustelle rund um den Airstrip. Mehrfach steige ich aus und frage LKW- und Baumaschinenfahrer nach dem Weg. Letztendlich fahren wir auf der Landebahnweiter und dann querfeldein, bis wir wieder eine Piste erreichen. Wir sehen ein paar Elefanten, Zebrasund Griaffen, sowie mehrere Großvögel, bis wir wieder in einer Baustelle landen. Die Hauptpiste ist über mehrere Kilometer gesperrt und nebendran eine willkürliche Spur, für die unser Fahrzeug bei weitem nicht geeignet ist. Gleich mehrfach fahren wir uns beinahe fest und so wenden wir nach ca. 1,5 Kilometer, wo man eigentlich nicht wenden kann. Die Tourguides schicken uns im Kreis und erklären uns, dass wir eine Tour buchen müssen…
Wir verlassen den Park und lassen auch unsere bezahlte Übernachtung im Park sausen, sch… auf das Geld, irgendetwas läuft hier gehörig falsch! Wir fahren eine super schöne Lodge außerhalb des Parks an, sprechen mit dem sehr netten Besitzer, der hier seit 25 Jahren lebt und arbeitet, mit dem Polizeichef und mehreren Tour-Guides. Volltreffer!
Wir recherchieren mehrere Tage und sind einfach nur fassungslos… Wir möchten ja niemandem seinen Safari-Urlaub verderben aber was hier abgeht, das geht noch nicht mal auf zehn Elefantenhäute: Um ausländischen Jagd- und Safaritouristen das Bild einer weiten, natürlichen und menschenleeren Wildtierlandschaft zu vermitteln, werden hier heute noch Menschen mit Waffengewalt systematisch vertrieben und teilweise auch ermordet! Welcome to Tansania und TANAPA-Nationalparks! Mit dem Geld der „Weltbank“ und der Touristen wird hier kräftig investiert. Nationalparks werden auf Kosten der örtlichen Bevölkerung massiv ausgedehnt und Flugplätze im Nationalpark gebaut, um an die Devisen der „Fly-Inn-Touristen“ zu kommen. Wer im Nationalpark landet, der muss im Nationalpark eine sehr teure Unterkunft nehmen und sehr teure geführte Luxus-Safaris machen. So der Plan der Regierung für alle staatlichen TANAPA-Nationalparks wie Serengeti, Ngorongoro, Ruaha und eben auch Mikumi, neben vielen anderen! Die örtliche Bevölkerung bleibt dabei weitestgehend außenvor, die Devisen gehen direkt an den Staat. Die „Weltbank“ hat das Projekt „REGROW“ inzwischen eingestellt, nachdem mehrfach nachgewiesen wurde, dass mit dem Geld auch Fahrzeuge, Waffen und Ausrüstung angeschafft wurden, um den Maasai den Zugang zu sauberem Wasser, Schulen und medizinischer Versorgung abzuschneiden… OK, wir haben genug von der schönen, heilen, inszenierten Safari-Touristen-Welt in Tansania. Eigentlich wollten wir in all diesen Parks mehrere Tage verbringen aber das werden wir jetzt erstmal gründlich überdenken. Wer mehr darüber lesen möchte, für den haben wir ein paar Links in den Kommentaren. Ansonsten einfach mal die Suchmaschinen mit den Begriffen „REGROW Tansania“ in Verbindung mit „Weltbank“ „Lilondo“ „Ruaha“ und „Oakland Institute“ füttern. Die meisten Reiseveranstalter wollen davon übrigens nix wissen und erst recht nicht, dass Ihre gut zahlenden Touristen davon wissen
Wir genießen heute nochmal den Pool und das leckere Essen in der Lodge und wünschen Euch einen schönen Sonntag
#abenteuer #campervan #tansania #Weltbank #africa #reisen #overlander #tierfotograie #weltreise
🇹🇿Tansania 🇹🇿
Unsere 10 Tage Urlaub am Victoriasee sind leider schon vorbei und der harte Weltreisealltag hat uns wieder eingeholt. LKW's und Überlandbusse, die trotz Gegenverkehr überholen und jede Menge Schlaglöcher in Badewannengröße auf der Straße
In den Ortschaften ist hier meist nur 50km/h erlaubt, allerdings ist aufgrund fehlender oder kaum lesbarer Schilder nicht immer so ganz ersichtlich, wo eine Ortschaft anfängt und wo sie wieder aufhört. Auch nach der Bebauung kann man nicht wirklich gehen, denn in Tansania stehen entlang der Straße eigentlich überall irgendwelche Hütten. Und so kommt es, wie es kommen muss und wir werden mal wieder geblitzt
und direkt rausgewunken
Wir sollen eine Strafe zahlen, da wir zu schnell waren! Anfänger fragen jetzt meist nach der Höhe der Strafe
Mach das „NIEMALS“, egal wo auf der Welt, sonst ist es direkt vorbei. Wir unterhalten uns erst ein wenig nett, aber sie kommt immer wieder zurück zur Strafe, ohne einen Preis zu nennen und somit ist klar, sie möchte einfach etwas haben, mehr oder weniger inoffiziell. So läuft das nunmal. Wir sind aber Touristen und kennen uns mit den Regeln und Gesetzen hier nicht so gut aus, das ist halt auch einfach so. Also erklären wir uns ein wenig, lassen uns jede Menge Ausreden einfallen, erzählen von unserer Reise durch Afrika und versuchen die uniformierte Beamte stets bei Laune zu halten. Und so fahren wir auch dieses mal nach wenigen Minuten einfach weiter, ohne einen Cent zu bezahlen. Trotz, dass wir versehentlich mit knapp 80 Sachen in den Ort und direkt in die Laserpistole gebrettert sind...
Mangels Supermärkten kann man hier eigentlich nur an der Straße einkaufen, allerdings gibt es jetzt schon seit einiger Zeit nur noch Kürbisse und rote Zwiebeln
und dazu fällt uns irgendwie kein vernünftiges Rezept ein, also erstmal weitersuchen. Dann kommt ein größerer Ort und wir bekommen Süßkartoffel in beige und lila, eine riesige Melone, Bananen, einen Erdbeerjoghurt (zum selben Preis wie die Monstermelone) und ein paar Flaschen „Serengeti Lager“. Na also, geht doch...
Jetzt brauchen wir nur noch einen ruhigen, einsamen Platz für die Nacht aber das ist hier gar nicht so einfach. Wir fahren über eine kleine Brücke, die der nächsten TÜV-Zertifizierung sicher nicht standhält
Das eine Rad am Abgrund und das Andere gerade noch auf dem Holzbalken. Gewichtsangabe: „Wird schon schiefgehen“.
Ja, so ein kleines, leichtes Weltreisefahrzeug hat einfach gewisse Vorteile
An unserem nächsten Wildcampspot bleiben wir dann gleich 3 Nächte, da wir hier mal wieder keinen einzigen Menschen gesehen haben. Genau so mögen wir das
Wir wünschen euch einen enspannten Sonntag
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