
»Reisewarnung für DKB- und Hanseaticbankkunden!!«
Simbabwe: Es gibt Orte, da bezahlt man viel Geld um Wildlife zu sehen und dementsprechend ist dann auch eine gewisse Erwartung da, bzw. die Enttäuschung recht groß, wenn man nicht viel zu sehen bekommt. Und dann gibt es Orte, da geht man ohne große Erwartung hin und kommt aus dem Staunen einfach nicht mehr raus. Das Camp auf dem wir hier am Lake Kariba sind, ist so ein Ort. Hier haben wir gleich 70 verschiedene Tiere gesehen, fotografiert und eindeutig bestimmt. Dazu kommen noch Tierstimmen von Löwen, Hyänen und Elefanten unter den vielen uns unbekannten. Aber der Reihe nach. Das Camp gleicht eher einem verlassenen Workshop mit Tankstellen und Garagen. Alles ist etwas in die Jahre gekommen und sieht auf den ersten Blick nicht gerade einladend aus. Manch einer wäre jetzt vielleicht einfach weiter gefahren und auch wir haben kurz überlegt, ob wir hier wirklich ein paar Tage bleiben wollen. Wir sind hier die einzigen Camper und haben somit freie Platzwahl
Dann nehmen wir den Foto und gehen vor zur Landzunge. Überall flattert es und unsere Kameras klicken um die Wette. Auf einer Seite der Landzunge ist alles zugewachsen und mit jedem Knacken schreckt ein Krokodil auf und verschwindet im Wasser. Dann grunzt es erst rechts und dann links neben uns, ganz nah und dann taucht auch direkt vor uns ein Flusspferd auf und schaut uns an, keine 10m. OK, das ist definitiv zu nah, Rückzug! Dann knackt und grunzt es wieder und direkt vor uns steht eines auf, das haben wir einfach übersehen. Wieder keine 15m aber diesmal an Land. Wieder Rückzug! Ganz langsam und möglichst lautlos, doch dann schreckt schon das nächste Krokodil neben uns auf und flüchtet ins Wasser. Mittlerweile kommt ein wenig Jurassic-Park-Feeling auf
Hier gibt es eine der dichtesten und weltweit größten Populationen an wilden Nilkrokodilen. Schwimmen ist hier strengstens verboten, nur die Hinweise und Schilder fehlen, ebenso wie Zäune oder eine Info bei unserer Ankunft am Camp. OK, genug Abenteuer für heute. Am Abend sitzen wir wieder vor dem Campervan und lauschen den Tierstimmen. Dann kommen die Weißschwanzmangusten 🦨, die Zebras
und auch wieder ein paar Hippos
vorbei, wie jeden Abend. Aber heute verirrt sich eines und steht plötzlich direkt hinter uns
Auch auf dem Rückweg vom Waschhäuschen bemerke ich gerade noch rechtzeitig, dass der Schatten auf dem Weg vier Beine und ein ziemlich großes Maul hat
Ok, wieder Rückzug. Irgendwie sind die Tiere hier aber völlig entspannt, wenn man ihnen genug Raum lässt und sich ruhig und leise verhält. Am Ende blieben wir dann 5 ganze Tage hier, weil wir seit Beginn unserer Reise, vor etwa 3,5 Jahren, noch keinen vergleichbaren Ort gesehen haben, unglaublich! Achso, das Camp kostet keine €5,-/Person und Tag, im sonst relativ teuren Simbabwe
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Simbabwe: Ganze 636km trennen uns von unserem nächsten Ziel. Bei den Spritpreisen ist das hier kein Pappenstil, aber mit unserem Verbrauch von gerademal 8,1L/100km verdirbt uns das definitiv nicht die Laune am Reisen. Die mautpflichtige Transitstraße mit tiefen Schlaglöchern und den rücksichtslosen Trucks dagegen schon eher
In Harare, der Hauptstadt Simbabwes, erwischt es uns dann. Während wir mitten in der Stadt auf eine rote Ampel zurollen kommen gleich 3 Polizisten zur Fahrerseite ans Fenster. Der Vorwurf: "Handy am Steuer" Hier hat jeder während der Fahrt ein Handy in der Hand, selbst die Polizei... Ok, das ist keine Entschuldigung, sowas macht man einfach nicht. Während eine Polzistin Stift und Block zückt bestaunt ihr Kollege neugierig unser Kennzeichen. Die Dritte im Bunde schaut verwirrt zu uns ins Auto und stellt fest, dass das Lenkrad fehlt. Dann Lachen alle laut los
Reingefallen, denn unser Lenkrad ist auf der anderen Seite und somit hatte der Beifahrer das Handy in der Hand
Nach einem netten Plausch dürfen wir dann auch gleich weiterfahren. Schicke Hochhäuser, ein 70er Jahre Plattenbau und eine traumhafte Allee, mitten in der Stadt
Trotz Transitstrecke finden wir schöne, einsame Wildcampspots und auch die Landschaft kann sich hier durchaus sehen lassen. Nach 4 Tagen Schlaglochslalom, sind wir dann endlich da, am Lake Kariba. Der Kariba Stausee ist vom Wasservolumen gesehen der größte künstliche Stause der Welt und liegt zwischen Simbabwe und Sambia. In unserem Camp laufen uns direkt ein paar Bergzebras über den Weg und unten am See liegt ein Nilkrokodil. Wir sitzen noch lange nach Sonnenutergang vor dem Campervan und lauschen den Tierstimmen. Löwengebrüll, Flusspferdgrunzen, Gänseschnattern und vieles mehr. Zur Dämmerung kommt eine Kolonie von etwa 20 Zebramangusten vorbei, dann ein paar Hasen, eine Weißschwanzmanguste und einiges mehr🦨
Dann raschelt und knackt es etwa 20m vor uns und ein Flusspferd kommt aus dem Gebüsch. Es schaut uns an, aber kann uns wohl nicht erkennen, da wir einfach ganz ruhig dasitzen. Flusspferde gehören zu den gefährlichsten Tieren Afrikas, sie sind bis zu 3t schwer, unberechenbar, schnell und verteidigen ihr Revier sehr aggresiv. Jetzt steht es direkt vor uns, ohne Zaun oder sonst irgend etwas. Ruhe bewahren. Immer wieder dreht sich das Tier zu uns, es hat uns sicherlich bemerkt. Keine Bewegung, kein Laut, nix was das Tier weiter beunruhigen könnte, einfach ganz still dasitzen. Und siehe da , nach ein paar Minuten geht es wieder runter zum See... Wir wünschen Euch einen entspannten Sonntag
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Simbabwe: Von Chimanimani geht es größtenteils auf Nebenstrecken weiter in den Norden. Statt Baobab's säumen von nun an die Schirmakazien den Straßenrand. Die Schirmakazie wurde längst zum Sinnbild einer jeden Ostafrikasafari. Ganz nebenbei passieren wir in der Ferne noch den höchsten Berg Simbabwes, den Mount Nyangani (2.593m). Da wir inzwischen aber selbst auf weit über 2.000m Höhe sind, fällt er kaum auf. Unser nächstes Highlight darf in keinem Reiseführer fehlen und auch auf unsere Tracks4Africa-Karte (keine Werbung) ist ein fetter Stern an der Stelle abgedruckt. Ok, was uns allerdings weder unsere Papierkarte, noch unsere Navi-App verraten hat, es gibt zwei Pisten dorthin. Ich muss glaub nicht erwähnen, dass sich unser Navi längst unserem "Abenteuer-Reisestil" angepasst und die zweite Piste ausgewählt hat
Wenn eine Piste wie eine Hofeinfahrt, also mit zwei Steinplattenspuren anfängt, sollte man besser gleich umkehren (Jahrzehnte lange Erfahrung). Wir fahren trotzdem weiter und nach jeder Kurve wird die Piste steiler, enger und zerklüfteter. Wendemöglichkeiten sind absolute Mangelware. Unsere Straßenreifen schlagen sich besser als erwartet, wir umfahren einen "Ölwannentot" nach dem anderen. Räumen Steine aus dem Weg und füllen tiefe Löcher auf und trotzdem kracht es ab und an ganz ordentlich. Dann kommt, was wir längst befürchtet haben: Es gibt so Stellen, da denkt man, "Oha". Und dann gibt es Stellen, da brauchst du eigentlich erst gar nicht aussteigen und schauen, vergiss es! Nichtmal mit einem Tag Arbeit kannst du daraus irgendwie eine Straße bauen
Die Piste ist so zerklüftet, dass ein Raupenfahrzeug angebracht wäre. Die Alternative_1 ist ein Sumpf und Alternatve-2 eine Felsplatte, die min. 40-50cm Bodenfreiheit und einen extremen Böschungswinkel erfordert. Dann kommt ein Mann angelaufen, schaute etwas irritiert und meinte, seit den Regenfällen Anfang des Jahres fährt hier keiner mehr lang und mit so einem Fahrzeug sowieso nicht! Wir kehren um, also da, wo man eigentlich nicht wenden kann. Alles wieder zurück und die nächste Piste. Ok, das ist fast schon eine Autobahn. Gut, an ein zwei Stellen haben wir auch hier den 1. Gang genommen, während wir die andere Piste komplett (ca.5km, 1h) im 1. Gang fahren mussten. Dann kommt die Belohnung und ausnahmsweise hat unser Reiseführer mal nicht zuviel versprochen: "World's View"
Naja, seht einfach selbst... #abenteuer #campervan #Simbabwe #afrika #reisen #overlander #weltreise